Taschenlampe, Radio, Rauchmelder, Fieberthermometer – im Krisenfall hängt erstaunlich viel an kleinen Batterien. Das BBK empfiehlt deshalb, Ersatzbatterien und geladene Akkus vorzuhalten. Doch ein Vorrat, der falsch gelagert wird, ist im entscheidenden Moment leer, ausgelaufen oder sogar gefährlich. Mit ein paar einfachen Regeln vermeidest du das.
Batterie oder Akku – was ist was?
- Alkaline-Batterien sind die klassischen Einwegbatterien. Sie entladen sich im Lager nur langsam und sind deshalb gut für den Vorrat geeignet.
- Lithium-Einwegbatterien im AA- oder AAA-Format sind leichter, kältebeständiger und lange lagerfähig, aber teurer.
- NiMH-Akkus sind wiederaufladbare Rundzellen. Moderne Varianten mit geringer Selbstentladung, oft als vorgeladen oder „ready to use“ gekennzeichnet, behalten ihre Ladung über lange Zeit. Panasonic gibt für eneloop-Akkus zum Beispiel an, dass sie nach zehn Jahren Lagerung noch etwa 70 Prozent ihrer Ladung haben.
- Lithium-Ionen-Akkus stecken in Smartphones, Powerbanks, Stirnlampen und Powerstations. Sie sind leistungsstark, brauchen aber besondere Sorgfalt.
Das Umweltbundesamt rät, wo es geht, Akkus statt Einwegbatterien zu verwenden. Sie lassen sich je nach Typ etwa 200- bis 1000-mal laden. Für die Krisenvorsorge ist eine Mischung sinnvoll: Akkus für den Alltag und ein Vorrat an Einwegbatterien als Reserve, die ohne Strom sofort einsatzbereit ist.
Die richtige Umgebung
Batterien und Akkus mögen es kühl, trocken und gleichmäßig. Das Umweltbundesamt nennt für Lithium-Batterien und -Akkus eine Lagertemperatur von 10 bis 25 Grad als optimal. Daraus ergeben sich ein paar Regeln:
- Nicht in den Kühlschrank: Der alte Tipp hält sich hartnäckig, ist aber überholt. Feuchtigkeit und Kondenswasser schaden mehr, als die Kälte nützt.
- Nicht in die Hitze: Kein Lager neben Heizung, Ofen oder im Sommer im Auto. Hitze beschleunigt die Alterung und kann bei Lithium-Akkus gefährlich werden.
- Trocken lagern: Feuchte Keller oder Gartenhäuser sind ungeeignet.
- In der Originalverpackung oder einer Batteriebox: So können sich die Pole nicht berühren. Lose Batterien in der Schublade zusammen mit Schlüsseln oder Münzen können Kurzschlüsse verursachen.
Batterien nicht im Gerät lassen
Geräte, die du nur selten benutzt, solltest du ohne eingelegte Batterien lagern. Einwegbatterien können mit der Zeit auslaufen und die Kontakte zerstören – dann ist im Ernstfall nicht nur die Batterie, sondern die ganze Lampe unbrauchbar. Lege die passenden Batterien in einem kleinen Beutel direkt neben das Gerät oder nutze bei Lampen die Transportsperre. Eine Ausnahme sind Rauchmelder und andere Geräte, die dauerhaft bereit sein müssen.
Lithium-Akkus besonders sorgsam behandeln
Für Lithium-Ionen-Akkus empfiehlt das Umweltbundesamt, sie nicht ganz leer werden zu lassen und am besten nur bis 90 Prozent zu laden – zum längeren Einlagern etwa zur Hälfte und Tiefentladungen zu vermeiden. Für eine längere Lagerung, etwa bei einer Powerbank im Notfallrucksack, gilt:
- Nicht vollständig leer und nicht dauerhaft randvoll einlagern. Die Herstellerangabe zum Lagerladestand hat Vorrang.
- Alle paar Monate den Ladestand prüfen und bei Bedarf nachladen.
- Nur mit dem passenden Ladegerät laden, nicht unbeaufsichtigt und nicht in der Nähe brennbarer Materialien.
- Aufgeblähte, verformte, heiße oder beschädigte Akkus sofort aus dem Verkehr ziehen. Nicht öffnen und nicht weiter benutzen.
Ordnung im Vorrat
In der Ausbildung haben wir gelernt: Material, das du nicht findest, hast du nicht. Das gilt für Batterien ganz besonders.
- Bestand aufnehmen: Welche Geräte im Haushalt brauchen welche Größe? Notiere es auf einer Liste.
- Größen reduzieren: Kaufe neue Notfallgeräte möglichst mit denselben Batterietypen, idealerweise AA. Dann reicht ein gemeinsamer Vorrat.
- Haltbarkeit beachten: Auf den Packungen steht ein Datum, bis zu dem der Hersteller die Lagerfähigkeit angibt. Nach dem Prinzip „zuerst rein, zuerst raus“ verbrauchst du die ältesten zuerst und füllst hinten mit neuen auf.
- Regelmäßig prüfen: Zweimal im Jahr, etwa bei der Zeitumstellung, Akkus laden, Lampen testen und abgelaufene Batterien austauschen.
Richtig entsorgen
Batterien und Akkus gehören niemals in den Hausmüll, die Wertstofftonne oder den Altmetallcontainer. Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne erinnert daran. Händler, die Batterien verkaufen, müssen Altbatterien kostenlos zurücknehmen – die Sammelboxen findest du in Supermärkten, Drogerien und Baumärkten. Auch Wertstoffhöfe nehmen sie an. Bei Lithium-Batterien und -Akkus rät das Umweltbundesamt, die Pole vor der Abgabe mit Klebeband abzukleben, um Kurzschlüsse und Brände zu vermeiden. Beschädigte Akkus gibst du am besten direkt am Wertstoffhof ab und weist das Personal darauf hin.
Ausgelaufene Batterien fasst du nur mit Handschuhen an. Wische die Rückstände mit einem feuchten Tuch auf und wasche dir danach die Hände, wie es auch das Umweltbundesamt empfiehlt. Leicht verschmutzte Kontakte im Gerät lassen sich oft vorsichtig reinigen.
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Kurz gesagt: Kühl, trocken und in einer Box lagern – nicht im Kühlschrank, nicht in der Hitze. Selten genutzte Geräte ohne Batterien aufbewahren und den Vorrat zweimal im Jahr prüfen. Altbatterien immer zur Sammelstelle, Lithium-Pole vorher abkleben.
Quellen und weiterführende Informationen
Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Beratung durch Behörden, Rettungsdienste oder medizinisches Fachpersonal. Im Notfall: 112.