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LAGEBEREITVorbereitet statt panisch Gratis-Checkliste
Wärme & Energie

Wohnung warm halten, wenn die Heizung ausfällt

Symbolbild, KI-generiert

Eine Heizung fällt selten aus Langeweile aus. Meist steckt ein Stromausfall dahinter, ein Defekt an der Anlage oder ein Problem bei der Gasversorgung. Wichtig zu wissen: Auch eine Gas- oder Ölheizung braucht in aller Regel Strom für Pumpe, Brenner und Steuerung. Fällt der Strom aus, bleibt es also auch bei vielen fossil beheizten Häusern kalt. Die gute Nachricht: Ein gedämmtes Haus kühlt nicht schlagartig aus. Du hast Zeit – und wenn du sie klug nutzt, bleibt deine Wohnung auch über mehrere Tage gut erträglich.

Erst prüfen, dann handeln

Bevor du Decken schleppst, kläre die Ursache. Ist nur deine Wohnung betroffen, schau in den Sicherungskasten und auf die Anzeige der Heizung. Ein Störungscode lässt sich manchmal per Reset beheben – dazu hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung. Betrifft es das ganze Haus, informiere Vermieterin, Hausverwaltung oder deinen Heizungsbetrieb. Ist die ganze Straße dunkel, liegt ein Stromausfall vor. Dann hilft ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio, um Informationen der Behörden zu bekommen, wie es auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt.

Einen Wärmeraum einrichten

Der wichtigste Schritt: Konzentriere dich auf einen einzigen Raum. Das BBK rät, bei Heizungsausfall in einem Raum zusammenzurücken und die Türen geschlossen zu halten. Wähle am besten ein kleines Zimmer mit wenig Außenwänden und möglichst kleinen Fenstern, idealerweise eines, das nach Süden zeigt. Eine ganze Wohnung warmzuhalten ist ohne Heizung kaum möglich. Ein Raum, in dem sich die ganze Familie aufhält, wird dagegen schon durch Körperwärme spürbar wärmer.

  • Türen zu allen anderen Räumen schließen, Türspalte mit zusammengerollten Handtüchern abdichten.
  • Vorhänge, Rollläden und Jalousien nach Einbruch der Dunkelheit schließen. Tagsüber bei Sonne öffnen und die Strahlung hereinlassen.
  • Den Boden mit Teppichen, Isomatten oder Decken belegen – kalte Böden ziehen viel Wärme ab.
  • Möbel nicht direkt an Außenwände stellen, wenn du dort sitzen oder schlafen willst.

Richtig lüften – auch wenn es weh tut

Es klingt widersinnig, aber gelüftet werden muss trotzdem. Menschen geben Feuchtigkeit ab, und feuchte Luft fühlt sich kälter an und begünstigt Schimmel. Lüfte deshalb mehrmals am Tag kurz und kräftig mit weit geöffnetem Fenster statt das Fenster dauerhaft zu kippen. So tauschst du die Luft aus, ohne die Wände auszukühlen. Wenn du Kerzen benutzt, ist regelmäßiges Lüften erst recht Pflicht, denn Flammen verbrauchen Sauerstoff.

Wärme am Körper statt im Raum

Wenn der Raum nicht mehr warm wird, heize dich selbst. Warme Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, Mütze, dicke Socken und Hausschuhe machen mehr aus als jedes Grad Raumtemperatur. Ein guter Schlafsack verwandelt auch ein kaltes Schlafzimmer in einen erträglichen Ort für die Nacht. In der Grundausbildung haben wir Rekruten immer wieder eingeschärft: Wer warm bleiben will, muss trocken bleiben und regelmäßig essen und trinken. Das gilt im Wohnzimmer genauso wie im Gelände.

  • Warme Getränke in Thermosflaschen bereithalten – einmal mit dem Campingkocher (draußen oder auf dem Balkon) Wasser kochen, dann über Stunden genießen.
  • Regelmäßig warme Mahlzeiten oder zumindest energiereiche Snacks.
  • Leichte Bewegung zwischendurch bringt den Kreislauf in Schwung.
  • Alkohol meiden: Er vermittelt ein Wärmegefühl, beschleunigt aber den Wärmeverlust.

Notheizung: nur mit Verstand

Wer einen Kaminofen oder Kachelofen mit Brennstoffvorrat hat, ist klar im Vorteil – vorausgesetzt, die Anlage ist vom Schornsteinfeger abgenommen und gewartet. Alles andere ist heikel. Grills, Feuerschalen, Heizpilze und Gasheizer für draußen haben in Innenräumen nichts zu suchen. Sie bilden Kohlenmonoxid, ein unsichtbares und geruchloses Gas, das tödlich sein kann. Selbst bei Geräten, die für den Innenraum gedacht sind, rät das BBK, unbedingt auf eine Sauerstoffmangel- und Zündsicherung zu achten; ein Kohlenmonoxid-Warnmelder erhöht zusätzlich die Sicherheit. Unsere klare Empfehlung bei LAGEBEREIT: Ohne fest installierte Abgasführung lieber keine Flamme zum Heizen. Decken, Kleidung und ein Wärmeraum sind sicherer.

Vorsicht auch bei selbst gebauten Teelichtöfen aus Blumentöpfen. Sie bringen kaum nennenswerte Wärme, bergen aber Brandgefahr. Wenn du Kerzen nutzt, dann nur in sicherem Abstand zu Vorhängen und niemals unbeaufsichtigt.

Wasserleitungen und Haus im Blick behalten

Bei länger anhaltendem Frost können Leitungen in unbeheizten Räumen, Kellern oder Außenbereichen einfrieren. Halte Türen zu solchen Bereichen geschlossen und sprich frühzeitig mit Vermieter oder Fachbetrieb, ob Leitungen entleert werden sollten. Nach dem Ende des Ausfalls lohnt ein Kontrollgang: Tropft irgendwo etwas, läuft die Heizung wieder ordnungsgemäß?

Vorsorge, solange es warm ist

Der beste Zeitpunkt für die Vorbereitung ist der Sommer. Lege dir einige zusätzliche Wolldecken zu, prüfe, ob für jedes Familienmitglied ein warmer Schlafsack vorhanden ist, und überlege jetzt schon, welcher Raum dein Wärmeraum wäre. Thermosflaschen, ein Campingkocher für den Außenbereich und ein Kohlenmonoxid-Melder für Räume mit Feuerstätte runden das ab. Achte auch auf Nachbarn – gerade ältere Menschen, die allein leben, freuen sich über einen Besuch und eine Thermoskanne Tee.

Unsere Ausrüstungs-Empfehlungen

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  • Ei Electronics Ei208 Kohlenmonoxid-WarnmelderBewährter CO-Melder für Räume mit Kaminofen oder anderer Feuerstätte.Zum Produkt*

Kurz gesagt: Konzentriere dich auf einen Wärmeraum und halte Türen geschlossen. Wärme den Körper statt den ganzen Raum – mit Kleidung, Decken und warmen Getränken. Keine Grills oder Außenheizer in der Wohnung: Kohlenmonoxid ist tödlich.

Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Beratung durch Behörden, Rettungsdienste oder medizinisches Fachpersonal. Im Notfall: 112.

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