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Vorbereitet statt panisch Gratis-Checkliste
Nahrung & Vorrat

Notvorrat für Haustiere

Symbolbild, KI-generiert

Wenn wir über Vorsorge sprechen, denken die meisten an sich und ihre Familie. Hund, Katze oder Kaninchen kommen oft erst ins Spiel, wenn es schon ernst ist. Dabei sind Tiere im Notfall vollständig auf uns angewiesen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erinnert deshalb ausdrücklich daran, bei der Bevorratung auch an Haustiere zu denken. Die gute Nachricht: Mit ein wenig Planung ist ein Tiervorrat schnell angelegt.

Futter für mindestens zehn Tage

Plane für deine Tiere den gleichen Zeitraum wie für dich – also möglichst zehn Tage. Ein paar Grundsätze helfen:

  • Gewohntes Futter: Ein plötzlicher Futterwechsel kann bei vielen Tieren zu Verdauungsproblemen führen. Bevorrate also das Futter, das dein Tier ohnehin bekommt.
  • Haltbare Formen: Trockenfutter und Nassfutter in Dosen oder Schalen halten ungeöffnet lange. Angebrochenes Nassfutter verdirbt ohne Kühlschrank aber schnell – kleine Portionsgrößen sind deshalb im Notfall praktischer.
  • Rotieren: Auch beim Tierfutter funktioniert das Prinzip des lebenden Vorrats. Kauf eine Packung mehr und verbrauch immer die älteste zuerst.
  • Luftdicht lagern: Trockenfutter in einer verschließbaren Box zieht keine Feuchtigkeit und lockt keine Schädlinge an.
  • Leckerlis und Kauartikel: Sie helfen, Tiere in ungewohnten Situationen zu beruhigen.

Wasser nicht vergessen

Tiere brauchen frisches Wasser, und zwar täglich. Wie viel genau, hängt von Tierart, Größe, Aktivität, Temperatur und Futter ab – Tiere mit Trockenfutter trinken deutlich mehr als Tiere mit Nassfutter. Am besten fragst du in deiner Tierarztpraxis nach einem Richtwert für dein Tier und schlägst ihn auf deinen eigenen Wasservorrat auf. Ein faltbarer Napf gehört in jedes Notgepäck.

Medikamente und Gesundheit

Bekommt dein Tier regelmäßig Medikamente, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt darüber, wie du einen kleinen Vorrat anlegen kannst und wie er gelagert werden muss. Notiere außerdem:

  • Name und Telefonnummer der Tierarztpraxis
  • Eine nahegelegene Tierklinik mit Notdienst
  • Vorerkrankungen, Allergien und Medikamente deines Tieres

Ein kleines Erste-Hilfe-Set für Tiere – etwa mit Verbandmaterial, Zeckenzange und Pfotenschutz – ist sinnvoll. Was genau für dein Tier passt, klärst du am besten in der Praxis.

Die Tier-Dokumentenmappe

Bei einer Evakuierung oder wenn dein Tier entläuft, sind Papiere Gold wert. Lege Kopien in deine Dokumentenmappe und Fotos aufs Handy:

  • EU-Heimtierausweis oder Impfpass
  • Chipnummer – und prüf, ob dein Tier bei einem Haustierregister wie TASSO oder FINDEFIX registriert ist. Nur dann kann ein Fundtier dir zugeordnet werden.
  • Aktuelle Fotos, auf denen besondere Merkmale gut zu sehen sind
  • Versicherungsnachweis, etwa für die Hundehaftpflicht
  • Gegebenenfalls Unterlagen zur Hundesteuer oder Sachkunde, je nach Bundesland

In der Ausbildung gab es einen einfachen Grundsatz: Wer Verantwortung für andere trägt, plant für sie mit. Für ein Tier gilt das ganz besonders, denn es kann sich nicht selbst helfen.

Notgepäck für das Tier

Musst du schnell weg, hilft eine kleine Tasche, die neben deinem eigenen Notgepäck steht:

  • Futter und Wasser für einige Tage, faltbarer Napf
  • Leine, Geschirr und Halsband mit Adressanhänger, eine Ersatzleine
  • Transportbox für Katzen und Kleintiere – das Tier sollte sie kennen und nicht nur mit dem Tierarzt verbinden
  • Kotbeutel, Katzenstreu und eine kleine Einwegschale
  • Eine vertraute Decke oder ein Spielzeug
  • Medikamente und die Kopien der Papiere

Evakuierung mit Tier planen

Nicht jede Notunterkunft kann Tiere aufnehmen. Informiere dich vorab bei deiner Stadt oder Gemeinde, wie dort mit Haustieren umgegangen wird. Noch besser: Sprich mit Freunden, Familie oder Nachbarn außerhalb deines Wohnorts ab, ob ihr euch gegenseitig mit Tieren aufnehmen könnt. Wenn du evakuiert wirst, nimm dein Tier nach Möglichkeit mit und folge den Anweisungen der Einsatzkräfte.

Gewöhne Katzen und Kleintiere frühzeitig an die Transportbox. Lass sie offen in der Wohnung stehen, leg eine Decke und gelegentlich ein Leckerli hinein. Dann ist sie im Ernstfall kein Feind, sondern ein sicherer Rückzugsort.

Besondere Tiere, besondere Bedürfnisse

  • Aquarien: Filter, Heizung und Sauerstoffpumpe brauchen Strom. Eine batteriebetriebene Luftpumpe kann bei einem Stromausfall helfen. Lass dich im Fachhandel beraten.
  • Terrarientiere: Viele Reptilien sind auf Wärme angewiesen. Kläre mit Fachhandel oder Tierarztpraxis, wie du einen Stromausfall überbrücken kannst.
  • Vögel und Kleintiere: Sie reagieren empfindlich auf Kälte, Hitze und Zugluft. Plane einen geschützten Platz in der Wohnung ein.
  • Pferde und Nutztiere: Hier braucht es eine eigene Planung, am besten mit Stall, Verein und Nachbarn.

Unsere Ausrüstungs-Empfehlungen

Bewährte Marken der Mittel- bis Oberklasse. Links folgen in Kürze; mit * gekennzeichnete Links werden Werbelinks sein.

  • Ruffwear Quencher FaltnapfLeichter, faltbarer Napf, der im Notgepäck kaum Platz braucht und unterwegs Wasser und Futter aufnimmt.Zum Produkt*
  • Ferplast Atlas 40 ProfessionalStabile, gut belüftete Transportbox für Katzen und kleine Hunde, in mehreren Größen erhältlich.Zum Produkt*
  • Emsa Clip & Close Frischhaltedose (groß)Luftdicht schließende Box, die Trockenfutter frisch hält und vor Schädlingen schützt.Zum Produkt*

Kurz gesagt: Bevorrate gewohntes Futter für mindestens zehn Tage und plane Wasser für dein Tier zusätzlich ein. Halte Impfpass, Chipnummer und Fotos bereit und registriere das Tier. Kläre vorab, wo du mit Tier unterkommen kannst, und gewöhne es an die Transportbox.

Allgemeine Information, kein Ersatz für individuelle Beratung durch Behörden, Rettungsdienste oder medizinisches Fachpersonal. Im Notfall: 112.

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